Hotels, Italien, Südtirol
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Four Points by Sheraton Bolzano

Das 4 Sterne Hotel mit 189 Zimmern und Suiten war unser Zuhause für den Jahreswechsel 2012/13. Der Name klang schon einmal sehr vielversprechend, „Sheraton“ hörte sich für mich immer nach einem luxuriösen Aufenthalt mit viel Komfort und gutem Service an. Doch nicht all meine Erwartungen wurden erfüllt.  Zwar überwogen die positiven Eigenschaften dieses Hotels, doch auch die Kritikpunkte möchte ich nicht außer Acht lassen.

Wir haben ein „Classic Room“ gebucht, bekamen aber vor Ort ein Upgrade für ein „Excecutive Room„, das etwas geräumiger als das Standardzimmer ist.
Wir waren am Anreisetag schon um 12.30Uhr im Hotel und bekamen bereits unsere Zimmerkarte. Der offizielle Check-in war erst um 15Uhr. Dies finde ich sehr freundlich vom Hotel. Das Zimmer war modern eingerichtet und bot genug Platz für uns zwei und unser Wintergepäck. Leider fehlte der versprochene Wasserkocher für den wir extra eine kuschelige Wärmflasche mitgenommen haben.
Beim genaueren Hinschauen viel mir auf, dass das Zimmer nur oberflächlich gereinigt wurde – auf den Glühbirnen lag Staub,die Abdeckung der Lüftungsanlage hing schief, die komisch positionierte Lampe versperrte den Blick auf den Flachbildfernseher. Die Fernbedienung war schon sehr mit Tesa geklebt, die weiße Wand hat schon viele Koffer-Rempler abbekommen.

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Die schnelle Reinigung am nächsten Tag bewies, dass hier nicht gründlich geputzt wird. Denn wie würde man es sonst schaffen, innerhalb einer Stunde 20 Zimmer zu putzen? Vielleicht spielte die Silvesterwoche eine Rolle für diesen Schnell-Putz, denn das Hotel war fast komplett ausgebucht. Eine gute Reinigung / Sauberkeit ist mittlerweile auch in billig Hotels normal, also sollte es bei Sheraton auf jeden Fall wesentl. besser sein.

Im Bad gab es eine riesige Badewanne, in der man locker zu zweit Platz nehmen konnte. So etwas habe ich bis jetzt in noch keinem anderen Hotel gefunden. Ein Highlight im Zimmer! Doch leider verlor die Brause nicht nur durch die vorgesehenen Öffnungen Wasser, sondern auch am Schlauch. Diesen Fehler konnte Matthias aber dank seines handwerklichen Geschicks selbst beheben 😉
Abends wollten wir uns duschen und wollten hierfür die Hotel-Badartikel verwenden, unter denen normalerweise immer ein Duschgel zu finden ist. Doch das Sheraton Hotel hatte statt Duschgel nur eine Handseife (!), was meiner Meinung nach fürs Duschen äußerst ungeeignet ist. Die Nachfrage nach Duschgel war leider erfolglos: Es gibt in diesem Hotel kein Duschgel. Also mussten wir uns schnell noch vom gegenüberliegenden Supermarkt ein Duschgel besorgen. Dies ist etwas, was ich einem 4 Sterne Hotel sehr ankreide. Komisch.

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Shampoo, Lotion, Conditioner, Seife – doch wo ist das Duschgel?

Das Bett war zwar nicht das Bequemste, das ich in Hotels hatte, doch das Größte. So wie die Badewanne hatte das Bett eine Übergröße, es war breiter als länger  (bestimmt 2,5m breit) und man hätte locker zu viert darin schlafen können. Zusammen mit den insgesamt 4 großen Kissen konnten wir darin sehr entspannt schlafen.

Das Frühstücksbuffet bot viel an Auswahl. Nur leider war der Service nicht gut. Überfordert, gestresst und vergesslich – so kamen mir die Kellner am ersten Morgen vor. Sie kamen nicht nach, die Tische abzuräumen, wir mussten 30min warten, bis wir unser Heißgetränk bekamen und auch am Buffet wurden leere Platten nur langsam aufgefüllt. Mit etwas Glück fanden wir nach 5min einen kleinen Tisch für uns 2. Wieder ein Silvestergrund? Eigentlich sollte doch ein Hotel für solch ein Event gewappnet sein…

Der Wellnessbereich („Seventh Heaven“), der im Preis inklusive war, war spitze. Im 7. Stock gab es einen beheizten Pool und einen kleinen Whirlpool. Auch Sauna und Dampfbad konnten genutzt werden. Wir gingen kurz vor Ende der Öffnungszeiten (von 6-22Uhr) in das Hallenbad und waren neben einem weiteren Pärchen die Einzigsten in dieser Etage – echt cool, ein „Schwimmbad“ für sich alleine zu haben.
Ein kleiner Tipp hierzu: Im Hotelzimmer liegt ein Gutschein, mit dem man sich an der Rezeption Badeschlappen und Bademantel leihen kann (ohne Gutschein kostet es 8€)! So vermeidet man es, mit nassem Bikini und nasser Badehose neben elegant gekleideten Italienern im Aufzug zu stehen.

Der Ausblick aus unserem Zimmer Nr 410 auf Bozen und die Alpen

Der Ausblick aus unserem Zimmer Nr 410 auf Bozen und die Alpen

Fazit: Die Zimmer sind groß und die Betten riesig. Auch das Bad bietet eine selten große Badewanne. Die Reinigung ist nicht besonders gründlich, sondern verläuft eher zügig. Der Wellnessbereich ist klasse und man hat von dort auf einen super Blick auf Bozen und die darum liegenden Alpen. Das Frühstücksbuffet hat viel zu bieten und es gibt sogar „deutsche“ Brötchen. Die Tiefgarage sollte man für 20€ pro Tag eher meiden und auf den umliegenden öffentlichen Parkplätzen parken. Das Hotel Four Points by Sheraton Bolzano liegt an der Autobahn, in 5min erreicht man das Zentrum von Bozen, das nächste Skigebiet ist 25km entfernt.
Für circa 140€ die Nacht inklusive Frühstück eignet sich das Hotel für Kurzurlauber oder Geschäftsreisende.

 

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1 Kommentare

  1. Michael sagt

    Dort waren wir auch schon und ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen. Für uns hat es sich gelohnt und wir würden auch ein weiteres Mal dort übernachten.

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